Mein Leben ohne Insta und Co – ein kleines Zwischenfazit

Ca 6 Wochen sind es jetzt schon. Und ich muss sagen, das ich es nicht bereue. Was aber wirklich sehr interessant ist mit welchen Unverständnis, Skepsis und Kopfschütteln mir die Leute begegnen. Also wäre ich ein Ausserirdischer. Wie kann man nur ohne Insta und Co überhaupt (über)leben?

Nun, mittlerweile muss ich darüber lachen. Manchmal habe ich auch Mitleid mit so manchen Zeitgenossen, die so ihre Lebenszeit verschwenden.

Klar, berufliche Apps wie Xing, LinkedIn und co haben sicherlich ihre Berechtigung und sind auch tolle Tools. Man darf nicht jedes Netzwerk über den gleichen Kamm scheren.

Was aber auch interessant ist: Der Kontakt zu ein paar Personen ist komplett abgebrochen. Weil man sich ja nicht mehr über Facebook und Insta schreibt bzw. Links und Bilder teilt. Aber dann waren die Personen auch nicht wichtig genug für und in meinen Leben.

Probiert es doch mal aus. 7 Tage ohne Instagram und Facebook. Es tut nicht weh. Versprochen.

( Photo by Tracy Le Blanc from Pexels)

Was gibt’s neues

Hallo zusammen und schön das Sie hier reinschauen. Nun, es hat sich bei mir viel getan. Vorallem privat habe ich mich zu ein paar Kursänderungen entschlossen. Jeder kommt mal an den Punk wo man seine Vorgehensweise, Pläne und Wünsche neu überdenkt und zum Entschluss kommt, dass man hier und da an den beruflichen Stellschrauben etwas drehen und verändern muss.

So auch bei mir. Was nun genau so in nächster Zeit passiert wird sich zeigen. Aber gleich mal vorneweg: Ja, ich fotografiere weiter. Und ja auch auf gewerblicher Basis.

Natürlich lässt das jetzt viel Raum für Spekulationen und Interpretation. Mag auch damit zusammenhängen das ich den sozialen Netzwerken den Rücken gekehrt habe. Aber um ganz ehrlich zu sein: Es war eine meiner besten Entscheidungen der letzen Jahre.

Das Thema Instagram und Facebook

Ein paar Menschen haben es gar nicht mal bemerkt das ich “ausgestiegen” bin. Und das gab mir sogar noch mehr die Bestätigung das ich den richtigen Schritt für mich persönlich gegangen bin. Den Reichweite und Likes…. ist wirklich nicht alles.

“Fotografen sollen und müssen doch ihre Arbeiten in den sozialen Netzwerken zeigen oder man muss präsent sein.” – äh… jein….

Ein Bild von fremden Menschen hochzuladen finde ich mittlerweile bedenklich. Auch wenn ich es dürfte. Wenn meine Kunden dann die Bilder hochladen, weil sie zufrieden und glücklich mit ihren Bildern sind, ist das für mich Werbung.

Lieber investiere ich mehr Zeit in die Fotografie & Bearbeitung der Bilder, als sinnloses Posten auf Insta und co. Nur das meine Bilder morgens beim ersten Toilettengang gesehen werden. Oder als Zeitlückenfüller in der TV Werbung dienen.

“Aber Insta und Facebook sind doch die Möglichkeit für kostenlose Werbung” …. auch jein. Ich war 10 Jahre auf Facebook und ca. 5 Jahre auf Insta. Und um ehrlich zu sein: Ich kann es wirklich an 2 Händen anzählen was an bezahlten Aufträgen rein kam. Der Rest war teilweise freche und miese Anfragen ob ich jemanden, der ein paar Follower hat, kostenlos fotografieren könnte. Sowas würde mir doch schließlich auch Reichweite, Follower (also potenzielle Kunden) bringen.

Nein, brachte es nicht. Um ehrlich zu sein, ich bin bei manchen Anfragen teilweise darauf eingegangen. Oder ich habe eine Person, mit vielen Follower / Abonnenten, wegen einem Shooting gefragt.

Im Nachhinein darüber nach gedacht hat es mir eher geschadet. Teilweise hieß es das ich hübsche Damen, die etwas Haut zeigen, sicher kostenlos fotografieren würde. Ganz tolle Werbung. Oder noch besser, das von mir bearbeitete Bilder mit den Smartphone nochmal “bearbeitet” wurden. Die Bilder sahen dann dementsprechend aus. Wurden dann voller Stolz hochgeladen und man markierte mich als Fotograf. Ganz tolle Werbung.

Nun, ich könnte hier viele Zeilen endlos fortführen … mag ich aber nicht. Den heute ist Vatertag, die Sonne scheint und ich werde das Wetter genießen. Vorallem ohne Smartphone in der Hand. Danke für’s lesen.

Bis bald…